
Auftakt der Jubiläumsreihe „10 Jahre MIND Foundation“ mit Rolf Verres im INSIGHT Forum
Am 26. November 2026 wird die MIND Foundation offiziell zehn Jahre alt. Den Auftakt zum Jubiläumsjahr macht am 2. Oktober Rolf Verres – Arzt, Psychologe, Pianist und zweiundzwanzig Jahre lang Ärztlicher Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Heidelberg – mit einer Lesung aus seinem neuen Buch „Drogen und die Kunst zu leben“ (Schattauer). Die Reihe „10 Jahre MIND Foundation“ läuft bis April 2027. Dieser erste Beitrag erklärt, warum wir mit Heidelberg beginnen und nicht mit Berlin, warum mit einem Buch und einer Person statt mit einer Bilanz. Diese kommt auch noch, und zwar mit dem 10-Jahre-Wirksamkeits-Report.
Eine Linie bis heute – ohne Gründungsmythos
Organisationen erzählen ihre Geschichte gern vom Gründungsdatum an. Unsere beginnt aber früher und anderswo. 1985 gründete der Göttinger Psychiater Hanscarl Leuner, der seit den 1950er-Jahren mit LSD in der Psychotherapie gearbeitet und auch das Katathyme Bilderleben entwickelt hatte, das Europäische Collegium für Bewusstseinsstudien (ECBS) mit – eine bewusst multidisziplinäre Vereinigung. Unser Gast Rolf Verres war von Anfang an dabei: medizinisch selbst ausgebildet an der Universität Heidelberg und in Stanford bei dem wegweisenden Sozialpsychologen Albert Bandura verhaltenstherapeutisch geschult, suchte er ein Feld, das ihn nicht zwang, zwischen Tiefe und Oberfläche zu wählen, und das noch offen genug war, um gestaltet zu werden. Unter seiner Leitung wurde das Heidelberger Institut zwischen 1991 und 2013 zu einem der wenigen Orte in der deutschen Universitätsmedizin, an denen veränderte Bewusstseinszustände ohne Entschuldigung oder quasi-religiöse Verbrämung diskutiert und erforscht werden konnten.
1996 organisierte Rolf Verres den zweiten Kongress des ECBS – „Welten des Bewusstseins“ – in Heidelberg. Dort haben wir uns kennengelernt. Die Studienjahre mitgezählt, habe ich anschließend achtzehn Jahre an diesem Institut gearbeitet, zunächst als Musiktherapeut und Doktorand der Medizinpsychologie, dann als Forscher und Dozent. Das Motto der Universität Heidelberg, semper apertus (immer offen), war am Institut für Medizinische Psychologie keine Dekoration, sondern gelebte Arbeitskultur. Und Heidelberg hatte auch eine ältere Geschichte mit psychoaktiven Substanzen: In den 1920er-Jahren hatten Willy Mayer-Gross und Kurt Beringer an der Heidelberger Psychiatrischen Klinik Meskalin und andere Substanzen untersucht. Wenige hundert Meter von unseren Büros entfernt hatte zudem Karl Jaspers 1913 darauf bestanden, dass das Erleben eines Patienten erst beschrieben werden muss, bevor es erklärt wird. Als Rolf Verres und ich unser eigenes Projekt später im Forschungsmagazin der Universität vorstellten, haben wir es in diese Linie gestellt (Jungaberle & Verres, 2003; siehe auch Jungaberle et al., 2008).
Salutogenese als radikale Arbeitsorientierung
Wenn eine Idee unversehrt von Heidelberg nach Berlin zur MIND Foundation gewandert ist, dann die Salutogenese. Ich habe sie in Konzept und Empirie mit Medizinstudierenden debattiert und in Längsschnittstudien den salutogenetischen „Kohärenzsinn“ gemessen (Kröninger-Jungaberle & Grevenstein, 2013). Aaron Antonovsky fragte nicht, was Menschen krank macht, sondern was sie unter Belastung gesund erhält, und seine Antwort war eben dieser sense of coherence: die Erfahrung, dass die eigene Welt als verstehbar, handhabbar und vor allem als sinnvoll wahrgenommen werden kann (Antonovsky, 1987). In der Medizinischen Psychologie steht diese Frage genau an der Schnittstelle, die George Engel als biopsychosoziales Modell beschrieben hat – biologische, psychische und soziale Prozesse als wechselseitig konstitutiv, nicht als getrennte Abteilungen einer materiellen und geistigen Welt (Engel, 1977).
Ab 2002 habe ich gemeinsam mit Rolf Verres diese Orientierung auf ein Thema angewandt, dem sich die Medizin bis dahin fast nur mit Blick auf die Krankheitsentstehung, die Pathogenese, genähert hatte. Die RISA-Studie – „Ritualdynamik und Salutogenese beim Gebrauch und Missbrauch psychoaktiver Substanzen“ – war ein Teilprojekt des Heidelberger Sonderforschungsbereichs 619 „Ritualdynamik“ (2002–2013), in dem Fachleute aus Geschichte, Religionswissenschaft, Ethnologie und Medizin mit unterschiedlichen Instrumenten an gemeinsamen Fragen arbeiteten. Und eben wir – als medizinpsychologische Exoten in einem weitgehend kulturwissenschaftlichen Umfeld. Unsere Frage war einfach zu stellen und schwer zu beantworten: Weshalb führt Drogenkonsum manche Menschen in die Verelendung, während andere jahrzehntelang Gelegenheitskonsumenten bleiben und dabei inneres und äußeres Wachstum erleben? Wir suchten nach den Ressourcen und Kompetenzen, die Menschen befähigen, mit Risiken bewusst umzugehen, und wir verstanden Rituale nicht als archaische Relikte oder romantische Spiele vereinsamter Postmoderner, sondern als soziale Techniken, die norm- und wertegeleitete Handlungs- und Erlebensräume schaffen und dabei eben auch Schaden mindern können. Missbrauch erscheint in dieser Lesart häufig als Produkt dysfunktionaler „Rituale“ – also von Verhaltensweisen, die in starke, das Individuum lenkende Kontexte eingebettet sind – oder eben als schwach „ritualisiertes“ Gebrauchsmuster (Jungaberle & Verres, 2003; Jungaberle et al., 2006).
Die Methode folgte der Frage. RISA kombinierte Fragebögen, Interviews, Gruppendiskussionen, teilnehmende Beobachtung und Filmaufnahmen und verfolgte einzelne Fallgeschichten über bis zu zehn Jahre. Unser erklärtes Prinzip: zuschauen, offen sein für die Weltsicht der Studienteilnehmer, Theorien vorläufig zurückstellen. Diese phänomenologisch inspirierte, an mixed methods – der Verbindung von qualitativen und quantitativen Verfahren – orientierte Gewohnheit ist das Zweite, das nach Berlin gewandert ist. Sie ist der Grund, warum sich die MIND Foundation nie mit einer rein pharmakologischen, neurobiologischen oder – auf der anderen Seite – philosophischen Erklärung der Umstände, Verhaltensweisen und Bewusstseinszustände von Menschen zufriedengegeben hat. Was Psychedelika mit Menschen tun – und was Menschen mit Psychedelika tun –, ist uns einen transdisziplinären Blick wert, der Praxis und Theorie als zwei Weisen, in der Welt zu sein, akzeptiert, ohne vorschnell bei Überzeugungen und Wahrheiten anzukommen (Jungaberle et al., 2018).
Es gibt ein drittes Erbe, das seltener benannt wird: eine selbstreflexive Haltung. Rolf Verres hat nie so getan, als erforsche er psychoaktive Substanzen nur von außen. Wie er das Manuskript beschrieb, als er noch daran schrieb, enthält das Buch zwei aufeinanderfolgende Kapitel – eines darüber, warum er diesen Substanzen dankbar ist, und eines darüber, warum er sie nicht mehr nutzt. In unserem Gespräch für das MIND Magazine im September 2025 benutzte er für die Beschreibung seines eigenen Umgangs mit psychoaktiven Substanzen den bekannten Begriff des „kontrollierten Kontrollverlusts“ – eine Formel, die Anziehung und Disziplin zugleich benennt. Eine Bewusstseinswissenschaft, die nicht sagen kann, wo ihre Forschenden stehen, ist nicht objektiver. Sie ist nur weniger transparent – und weniger relevant.
Was nach Berlin gewandert ist
2013, noch am Institut, habe ich mit Kolleginnen und Kollegen FINDER e.V. gegründet. Damals zunächst, um das aus einem von mir geleiteten EU-Projekt entstandene Life-Skills-Programm REBOUND aus dem akademischen „Labor“ in die reale Lebenswelt von Menschen zu bringen. Am 26. November 2016 begann die MIND Foundation als Projekt in FINDER, dessen Vorsitzender ich sieben Jahre lang war; im März 2020 gingen ihre Aktivitäten dann gänzlich in die neu gegründete MIND Foundation gGmbH über.
Von Anfang an hatte ich mir einen Horizont von zwanzig Jahren gesetzt und ihn zweigeteilt. Das erste Jahrzehnt sollte, wo immer möglich, der klinischen Forschung und der klinischen Weiterbildung gehören, dem vorsichtigen, kritischen Anstoßen von Dialogen und Debatten. Das ist weitgehend eingelöst: durch vier große Konferenzen – die Drug Science Conference 2017 und die INSIGHT Conferences 2019, 2021 und 2023 – mit Teilnehmenden und Kooperationspartnern aus mehr als vierzig Universitäten; durch unsere inzwischen international bekannte Weiterbildung in psychedelischer Therapie, das Augmented Psychotherapy Training (Gründer & Jungaberle, 2021); und durch unsere Mitwirkung in der EPIsoDE-Studie zu Psilocybin bei therapieresistenter Depression unter Leitung des MIND-Mitgesellschafters Gerhard Gründer am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und an der Charité (Mertens et al., 2026). Wer bildet die Therapeutinnen und Therapeuten aus, die mit diesen Substanzen arbeiten sollen? Diese Frage hat die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA im September 2026 in einer öffentlichen Anhörung gestellt. Für uns hat sie auch eine biografische Antwort: eine Ausbildungslinie, die von Leuner über Verres bis in die Seminarräume des APT reicht. Rolf Verres hat dieses Jahrzehnt im Hintergrund begleitet – und die salutogenetische Orientierung, die er mitgeprägt hat, habe ich früh in alle unsere Projekte eingebracht.
Ein Buch, das die Erinnerung bewahrt
Drogen und die Kunst zu leben. Orientierungshilfen zum Umgang mit psychoaktiven Substanzen (Verres, 2026) ist am 12. September erschienen. Der Titel greift Verres’ früheres Buch „Die Kunst zu leben“ über Krebs und Psyche auf (Verres, 2003). Das neue Buch schöpft aus jahrzehntelangen Gesprächen mit Menschen über ihre Erfahrungen mit Cannabis, LSD, MDMA, Meskalin und Ayahuasca und aus der ärztlichen, wissenschaftlichen und psychotherapeutischen Praxis des Autors. Es verklärt nicht, und es verteufelt nicht. Es fragt, was Menschen in diesen Substanzen suchen, wo Risiken beginnen, was Dosis, Set, Setting und Ritual tatsächlich bedeuten und bewirken – und wie sich aus all dem eine eigene, nüchterne und alltagstaugliche Haltung entwickeln lässt. Sein ausführliches Kapitel über Sehnsucht, Erfüllung, Ersatzbefriedigung und Flucht trägt die Frage von RISA in eine allgemeine Leserschaft.
Für die MIND Foundation hat das Buch noch eine weitere Bedeutung. Rolf Verres war mit Albert Hofmann befreundet, dem Entdecker des LSD, den er kennenlernte, als Hofmann bereits über achtzig war. Auch mir selbst hat er einen Zugang zu Albert Hofmann ermöglicht – und er hat mit Leuner, mit dem Bewusstseinsforscher Ralph Metzner und mit dem Psychiater Stanislav Grof zusammengearbeitet. Leuner, Hofmann und Metzner leben nicht mehr. Was von den Fragen, Irrtümern und Leistungen dieser Generation bleibt, ist inzwischen zum Teil eine Sache der Erinnerung und kritischen Analyse – und Rolf Verres hat viele dieser Erinnerungen aufgeschrieben und bewertet. In diesem Sinn ist das Buch auch ein Stück Vorgeschichte der MIND Foundation, bewahrt von jemandem, der vor uns da war und uns immer verbunden geblieben ist.
➜ Zum Buch: „Drogen und die Kunst zu leben“ beim Verlag
Das zweite Jahrzehnt der MIND Foundation: die Spannung zwischen klinischer Praxis und Community Mental Health gestalten – und aushalten
Klinische psychische Gesundheit bleibt der Fokus unserer Arbeit. Der Weg über Phase-1- bis Phase-3-Studien zur Zulassung und Kassenerstattung psychedelischer Therapie ist nicht zu Ende, und wir wollen ihn weitergehen (Gründer et al., 2026). Aber die salutogenetische Frage endet nicht an der Kliniktür. Die meisten Menschen, die veränderte Bewusstseinszustände suchen, haben keine Diagnose – und die Räume, in denen sie das tun, haben sich vervielfacht: in ihrer Qualität enorm verschieden, idealisiert oder kommerziell verwertet, bewusst gestaltet oder aus einer Vielzahl wissenschaftlicher, kultureller und esoterischer Kontexte zusammengesetzt.
Im zweiten Jahrzehnt fügen wir der klinischen Säule unserer Organisation deshalb eine Säule für Community Mental Health hinzu – für psychische Gesundheit außerhalb der Klinik, in Gemeinschaften und Alltagsräumen. Wir diskutieren derzeit zahlreiche Studienideen, die wir mit universitären Partnern aus der ganzen Welt umsetzen wollen. Ob daraus Längsschnittstudien, Plattformstudien oder Programmevaluationen werden – oder alles zusammen –, wissen wir noch nicht. Wie lassen sich psychedelische Erfahrungen sicher, zielgerichtet und zugleich weltoffen in Räumen anbieten, die nicht klinisch sind – mit dem klinischen System als verlässlichem Fluchtpunkt statt als einzig legitimem Rahmen? Wie lässt sich eine harte und dabei kontextsensitive Wissenschaft für human flourishing – das Gedeihen von Menschen – mit psychedelischen Erfahrungen bauen?
Die Brücke zwischen clinical mental health und community mental health ist wichtig: Diese Substanzen können Material an die Oberfläche bringen, das zutiefst belastend ist, und ein strukturierter medizinischer Rahmen mit verantwortungsvollen Therapeutinnen und Therapeuten ist für manche Prozesse, die anderswo beginnen, der richtige Ort.
Was wir mit Community Mental Health meinen, geht zwar auf eine lange Tradition zurück, liegt aber auch nahe an dem, was Rolf Verres und ich unter dem Stichwort Integration seit 2002 besprochen haben: die Passung zwischen einer Grenzerfahrung und dem Selbstbild und Lebensalltag einer Person. Die Passung zwischen Erfahrung und der Erfüllung lebenslanger Grundbedürfnisse. Die Spannungsbeziehung zwischen Ekstase und sozialer Verantwortung. Die mögliche existenzielle Tiefe psychedelischer Abenteuer versus die mögliche Oberflächlichkeit des „Konsums“ dieser Moleküle. Ohne Integration als Wert und Orientierung ist eine Erfahrung nur vorbei.
Ich würde hinzufügen, dass Integration viel häufiger zusammen mit Integrität diskutiert werden sollte – mit dem Bewusstsein eines Menschen für seine eigenen Motive, der allgegenwärtigen Gefahr des Selbstbetrugs und der selbstdienlichen Verzerrung unserer Weltwahrnehmung sowie der Bereitschaft, individuelle Erfahrungen auf verträgliche Weise in den sozialen Kontakt einzubringen. Bewusstseinskultur im Sinne Thomas Metzingers beginnt dort, wo wir uns selbst und den großen Mythen nicht glauben, sondern in den phänomenologischen Prozess der Selbstbeobachtung investieren und dabei auch dem oftmals wahrnehmungsverzerrenden Drängen unserer Selbstachtung genügend Aufmerksamkeit widmen (Metzinger, 2023). Und das Risiko, das wir ebenfalls benannt haben, ist real: Eine Gesellschaft, in der sehr viel mehr Menschen diese Erfahrungen machen, kann die Lust am rationalen Argument und am öffentlichen Aushandeln verlieren – was sich an zahlreichen Subkulturen der 1960er- und 1970er-Jahre zeigte, die die überwältigende „Erfahrung“ dem Korrektiv der Vernunft vorzogen und dabei nicht selten in Leichtgläubigkeit und Autoritätshörigkeit abglitten. Eine Community-Mental-Health-Säule, die von einer Wissenschaftsorganisation gebaut wird, ist unter anderem unsere Antwort auf dieses Risiko. Einer der sechs Werte der MIND Foundation, der Scientific approach – Wissenschaftlichkeit und kritisches Denken –, mahnt uns, Dinge, die wir nicht mit Sicherheit wissen können, in der Schwebe zu halten, statt in mächtige metaphysische Erklärungsmuster auszuweichen.
Die INSIGHT Conference in ihrer Jubiläumsausgabe zum zehnjährigen Bestehen wird den formellen Start dieser zweiten Säule markieren. Die Reihe, die am 2. Oktober beginnt, ist der Anlauf.
Der Abend
Wie alle Veranstaltungen der Reihe im INSIGHT Forum hat der Abend drei Teile. Er beginnt am Freitag, dem 2. Oktober 2026, um 18:15 Uhr mit der Transratio: Rolf Verres und ich eröffnen einen musikalisch-poetischen Raum zwischen Klavier und Wort, sodass das Hören vor dem Sprechen kommt. Um 19:10 Uhr folgt die Ratio: Rolf Verres liest aus seinem Buch und spricht anschließend mit Andrea Jungaberle und mir über die Persönlichkeiten und Momente, die die psychedelische Forschung und Therapie der vergangenen Jahrzehnte geprägt haben. Ab 20:30 Uhr folgt die Communitas: Der Abend gehört dem Publikum – offener Austausch mit dem Autor und untereinander. Im Anschluss signiert Rolf Verres sein Buch.
Der Abend findet auf Deutsch statt, in den Räumen der MIND Foundation, Boxhagener Straße 78, 10245 Berlin. Einlass ab 18:00 Uhr; Tickets kosten 15 Euro, ermäßigte Tickets sind verfügbar. Die Plätze sind begrenzt.
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Literatur
Antonovsky, A. (1987). Unraveling the mystery of health: How people manage stress and stay well. Jossey-Bass.
Engel, G. L. (1977). The need for a new medical model: A challenge for biomedicine. Science, 196(4286), 129–136. https://doi.org/10.1126/science.847460
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Gründer, G., Mertens, L. J., Spangemacher, M., Meyer-Lindenberg, A., & Jungaberle, H. (2026). Psychedelics: The pathway to implementation in the European healthcare systems. European Neuropsychopharmacology, 102, 41–48. https://doi.org/10.1016/j.euroneuro.2025.11.007
Jungaberle, H., Gasser, P., Weinhold, J., & Verres, R. (Eds.). (2008). Therapie mit psychoaktiven Substanzen: Praxis und Kritik der Psychotherapie mit LSD, Psilocybin und MDMA [Therapy with psychoactive substances: Practice and critique of psychotherapy with LSD, psilocybin, and MDMA]. Huber.
Jungaberle, H., Thal, S., Zeuch, A., Rougemont-Bücking, A., von Heyden, M., Aicher, H., & Scheidegger, M. (2018). Positive psychology in the investigation of psychedelics and entactogens: A critical review. Neuropharmacology, 142, 179–199. https://doi.org/10.1016/j.neuropharm.2018.06.034
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Mertens, L. J., Koslowski, M., Betzler, F., Brand, M., Evens, R., Kärtner, L., Jungaberle, A., Jungaberle, H., Majić, T., Schmitz, C. N., Ströhle, A., Scharf, D., Spangemacher, M., Wolff, M., Assadi, Z., Bahri, S., Becher, L., Färber, L. V., Kirchen, N., … Gründer, G. (2026). Efficacy and safety of psilocybin in treatment-resistant major depression: The EPIsoDE randomized clinical trial. JAMA Psychiatry, 83(5), 448–460. https://doi.org/10.1001/jamapsychiatry.2026.0132
Metzinger, T. (2023). Bewusstseinskultur: Spiritualität, intellektuelle Redlichkeit und die planetare Krise [Culture of consciousness: Spirituality, intellectual honesty, and the planetary crisis]. Berlin Verlag.
Verres, R. (2003). Die Kunst zu leben: Krebs und Psyche [The art of living: Cancer and the psyche]. Herder. (Original work published 1991 as Die Kunst zu leben: Krebsrisiko und Psyche, Piper)
Verres, R. (2026). Drogen und die Kunst zu leben: Orientierungshilfen zum Umgang mit psychoaktiven Substanzen [Drugs and the art of living: Guidance for dealing with psychoactive substances]. Schattauer.