Mittwoch, 19. August 2026 um 19:00 Uhr.
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Kurzbeschreibung der Veranstaltung:
Psychedelisch-augmentierte Psychotherapie wird oft als etwas kategorial Neues präsentiert. Dieser Vortrag beginnt mit der Gegenannahme: Ein großer Teil ihrer Wirkung läuft über Mechanismen, auf die Behandler:innen ohnehin bauen —allgemeine Wirkfaktoren wie die therapeutische Beziehung, psychologische Flexibilität und die Befriedigung von Grundbedürfnissen. So gesehen verstärken Psychedelika, was gute Psychotherapie bereits leistet, statt diese zu ersetzen. Daraus folgt die schwierigere und interessantere Frage: Gibt es etwas mechanistisch Spezifisches? Wir prüfen die wichtigsten und einige neuere Kandidaten — erhöhte Neuroplastizität und sogenannte kritische Lernfenster, veränderte Salienz und Bedeutungsbildung sowie eine vorübergehende Lockerung rigider Vorannahmen — und benennen den Evidenzgrad ausdrücklich, indem wir empirisch Gestütztes von Hypothetischem trennen. Es geht um Mechanismus statt Metapher: ein Rahmen, der zu begründen erlaubt, warum Augmentierung helfen könnte — und wann nicht. Dies ist lohnendste unserer Kurzvorträge für alle, die Theorie zu ihrer Praxis wollen. APT baut genau auf dieser Unterscheidung von allgemeinen und spezifischen Wirkmechanismen auf.
APT Info Session:
Im Anschluss an den Vortrag geben wir einen Überblick über unsere Augmented Psychotherapy Training (APT)-Weiterbildung – mit viel Gelegenheit für Fragen und Antworten.